Online-Karten zur Bundestagswahl 2013: Verteilung der Wahlergebnisse nach Wahlkreisen

Wahlen 2013 auf Online-Maps visualisiert

Das Online-Informationsangebot zur diesjährigen Bundestagswahl ist sehr vielfältig: von den Twitter-Kanälen der Politiker bis hin zu dem Wahl-O-Mat und bildungspolitischen Websites. Auch im Bereich der Online-Kartographie gibt es einige spannende Seiten zu dem Thema Wahlen. Ein paar Fundstücke möchte ich in diesem Beitrag kurz vorstellen.

Wahlatlas: Anteil der Erst- und Zweitstimmen nach Wahlkreisen

Wahlbeteiligung Bundestagswahl

Der Wahlatlas zur Bundestagswahl ist eine sehr umfangreiche Online-Plattform, wo auf einer Online-Map die Wahlergebnisse in den 299 Wahlkreisen visualisiert werden. Man kann sich schnell einen Überblich über das Abschneiden der jeweiligen Partei nach Bundesländern und Gemeinden verschaffen. Das spannende ist, dass man auch nach den Erst- und Zweitstimmen unterscheiden kann und sich sogar die Differenz von den beiden anzeigen lassen.

Die Darstellung der Daten ist prozentual – je höher der Anteil der Partei, desto dunkler wird der Wahlkreis auf der Online-Karte eingeblendet. Beachten sollte man unbedingt auch die Graphik mit der Werteverteilung. Eine flache Kurve steht für eine geographisch gleichmäßige Stimmenverteilung der Partei, eine hohe Steigung dagegen ist ein Indikator dafür, dass nur einige Wahlkreise das Ergebnis der Partei maßgeblich beeinflusst haben. Eine gute Einleitung zur Nutzung vom Wahlatlas gibt es hier:

Auf der Karte wird man also am Wahlabend die Entwicklung der Wahlergebnisse nach Wahlkreisen verfolgen können.

Karte der Wahlbeteiligung: Wo gibt es die meisten Nicht-Wähler?

In den Medien wurde dieses Jahr die bewusste Verweigerung der Stimmabgabe mehrfach diskutiert. Meistens hatte sich ein breiter Konsens gegen eine solche Taktik durchgesetzt. Das Nicht-Wählen-Gehen ist die Vernachlässigung der Bürgerpflicht und gefährdet die Demokratie.

Auf mappable.info findet man nun eine Online-Map der Nicht-Wähler und kann herausfinden, wo in Deutschland die meisten Übeltäter leben.

Dadurch, dass die Karte sehr schlicht gestaltet ist, ist sie sehr übersichtlich und leicht zu lesen. Jeder rote Punkt auf der Map steht genau für zehn wahlberechtigte Personen, die im Jahr 2009 nicht zur Bundestagswahl gegangen waren. Es handelt sich also um absolute Zahlen und man muss die jeweilige Bevölkerungsdichte immer im Kopf behalten. Die wenigen roten Punkte in der Eifel stehen somit nicht unbedingt für einen hohen Anteil der Wahlverweigerer, sondern für insgesamt geringe Einwohneranzahl.

Eine detailliertere Karte der Nichtwähler gibt es auch für die Stadt Hamburg.

Update: für Wahl 2013 wurde mittlerweile eine Karte der Nichtwähler in prozentuallen Anteilen veröffentlicht: http://mappable.info/blog/2013/9/23/nonvoters

Direktkandidaten auf Google Maps nach Postleitzahlen (PLZ)

Eine Übersicht der Direktkandidaten gibt es im Google’s Politik und Wahlen Portal. Durch die Eingabe der Postleitzahl bekommt man eine Übersicht der Direktbewerber für den Bundestag aus dem heimischen Wahlkreis. Es handelt sich also um die Personen, bei denen man am 22. September seine Erststimme einkreuzen kann. Interessant ist vor allem, dass man zu jedem Kandidaten die Kontaktdaten, das Geburtsjahr und die Homepage einsehen kann.

Update: am Wahlabend veröffentlicht Google eine Übersicht der Wahlergebnisse der Erst- und Zweitstimmen auf der Karte http://www.google.de/elections/ed/de/districts

Bildquelle: pixelio/sunny771

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